Arbeiten mit dem Montessori-Sprachmaterial

  • Buchstaben kennen lernen mit Montessori-Material
  • Wichtige Wortarten erkennen und den Umgang mit Wortartensymbolen üben
  • Satzbau und Texte üben
  • Sätze analysiern und erklären
  • Schöne Schreibanlässe und Gesprächsstoff finden
  • Perfekte Stifthaltung und Stiftführung unterstützen
  • Wortzusammenhänge und Wortaufbau spielerisch begreifen


Artikel 1-51 von 67 Artikeln

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Sprachmaterialien und die Montessori-Methode

Welche Reihenfolge haben die Montessori-Sprachmaterialien?

Im Idealfall fängt das Kind frühzeitig an, sich mit den unterschiedlichsten Schwungübungen zu beschäftigen, um eine gesunde Stifthaltung zu erzielen. Anschließend kommen die Sandpapierbuchstaben, Tastbuchstaben ins Spiel. Sind die Buchstaben gut abgespeichert, geht es mit dem beweglichen Alphabet auch schon in Richtung Erstschreiben und Erstlesen. Danach gesellen sich die Wortarten und damit die Wortartensymbole zum Unterrichtsinhalt. Sind Buchstaben, Schreiben und Wortarten eingeprägt, gehen die Freiarbeitsmaterialien in Richtung Satzanalyse und Satzstern über.

 

Warum werden für die Wortarten Symbole verwendet?

Ganz einfach erklärt: es lernt sich leichter, wenn man ein grafisches Symbol für eine Wortart hat. Lateinische Bezeichnungen wie Verb, Nomen, Adjektiv und Konjunktion bleiben ohne Hilfe nur schwer im Kopf. Ein optischer Reiz in Form eines Symbols ist dafür sehr einprägsam. Noch dazu sind die unterschiedlichen Wortartensymbole bzw. Wortartenkörper als greifbares Objekt vorhanden, d.h. Wortarten zum Anfassen.

 

Sind Schwungübungen wirklich so wichtig?

Natürlich! Schwungübungen fördern auf spielerische Weise die Stifthaltung. Dazu unterstützen sie die richtige Kraftdosierung beim Schreiben und ein sauberes und lesbares Schriftbild. Es kommt bei den Schwüngen weder auf Geschwindigkeit noch auf frühzeitiges Schreibenlernen an. Ganz besonders wichtig ist dem Kind eine gesunde und schonende Stifthaltung zu vermitteln.

 

Warum lernen die Kinder Sprache mit Montessori-Materialien? Arbeitsblätter gehen doch auch!

Greifbare Lehrmittel und Freiarbeitsmaterialien haben merere Vorteile: Sie werden mit vielen Sinnen wahrgenommen, so fährt das Kind beim Buchstabenlernen z.B. die Fühloberfläche der Buchstaben nach. Die Buchstaben werden in die Hand genommen und von allen Seiten betrachtet. Montessori-Material verfügt außerdem über eine Selbstkontrolle für das Kind.

 

Tipps und Tricks zum Montessori Sprachmaterial!

  • Malen ist übrigens auch eine Art von Schwungübungen. Wenn das Kind bereits das 20te Blatt bemalt hat - weitermachen lassen! Das ist die ideale Übung fürs spätere Schreiben lernen.
  • Kennzeichen beim Autofahren eignen sich super zum Buchstaben lernen. So ein Nummernschild hat nur große Buchstaben und davon ganz wenige. Außerdem müssen sie kein Wort ergeben. Die perfekte Arbeitsumgebung, um Buchstaben lesen zu lernen.
  • Um zusammengesetzte Hauptwörter zu vermitteln, kann man entweder ein Freiarbeitsmaterial bestellen oder sich erstmal beim Blick aus dem Fenster bedienen. Da gibt es bestimmt einen Baum und ein Haus - zusammen ist das dann ein Baumhaus.
  • Den eigenen Namen zu schreiben zu können ist besonders wichtig. Viele Schulen machen das zu einer Anforderungen für die Einschulung. Für Kinder ist das leichter, wenn sie bereits erste Erfahrungen mit Buchstaben haben. Die Montessori Sandpapierbuchstaben sind dabei z.B. sehr hilfreich.
  • Alltagsgegenstände aus dem Haushalt versieht man z.B. mit kleinen Schildern. Auf die Schilder kommt die Bezeichnung des Gegegenstands. So können die Kinder die richtige Schreibweise „spicken“ und gleichzeitig Bezeichnungen kennen lernen.
  • Ein Sammelsurium an Kleinteilen (Figuren, Püppchen, Spielzeugautos, Döschen, ...) aus dem Kinderzimmer landet in einem Körbchen. Das Kind nimmt z.B. 5 Einzelteile und bildet daraus eine Geschichte. So fördert man die sprachliche Kreativität und den Wortschatz der Kinder.